
Mühle Brugg, Samstag, 4.Feb. 2012
Kirche Schinznach-Dorf
Die Kirche wurde 1227 erstmals erwähnt. 1650 liess Mathilde Erlach seitlich am Turm eine Begräbnisstätte für ihren verstorbenen Ehemann, den General Johann Ludwig Erlach – damaliger Besitzer von Kastelen – anbauen. Aus Platzgründen wurde 1779 unter Erhaltung von Turm und Erlachkapelle das Kirchenschiff abgebrochen und in erweiterter Form wieder aufgebaut. Bei der Renovation 2006 entdeckte man sogar die Reste einer dritten Grundmauer.

Reblehrpfad
Wenn man zwischen Raiffeisenbank und dem Cafè „Kafitassli“ von der Oberdorfstrasse bergwärts in die Rebbergstrasse einbiegt, kommt man nach ca. 200 Schritten zur 1. Tafel des Reblehrpfades der Reb- und Weinfreunde Schinznach. Von dort ist es kein Problem – dank der Hinweise- den Reblehrpfad mit seinen Tafeln durch das schöne Rebgebiet der Gemeinde zu erwandern. Auf 12 Tafeln wird Wissenswertes über Wein und Weinbau vermittelt und während der Wanderung entstehen immer wieder neue Ausblicke auf das Dorf und die Umgebung. So ist der Blick zwischen den Tafeln 9 und 10 von der Winterhalde her auf das Rebgebiet zu jeder Jahreszeit beeindruckend. Im Winter wird durch den Schnee der gradlinige Verlauf der Rebstecken betont und durch den Geländeverlauf wieder aufgelöst, im Frühjahr und im Sommer verwischt das Grün jede Gradlinigkeit und im Herbst löscht eine gelbrote Farbsymphonie alle Linien auf. Nach einer solchen Wanderung bietet das Dorf genug Möglichkeiten das auf den Tafeln erworbene theoretische Wissen in praktische Erfahrung umzuwandeln.
Mittlere Mühle
In der unter Denkmalschutz stehenden Mittleren Mühle, erstmals 1317 urkundlich erwähnt, befindet sich eine 1998 restaurierte, funktionierende Steinmühle, die durch ein Wasserrad angetrieben wird. Noch heute werden hier im Tal angebaute historische Getreidesorten gemahlen nach alter Väter Sitte. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.
Am nationalen Mühlentag, 4. Juni 2011, wurde das Mühlenmuseum als multimedialer Erlebnisraum eröffnet. Für Interessierte stehen Broschüren zur
Erläuterung der Mahltechniken und zur Dokumentation der Geschichte zur Verfügung.
Siehe: Home | aktuell
und Ausstellungen
Museum
In einem Doppelspeicher aus dem Jahre 1647 befindet sich das Museum. 1961 gegründet, zeigt es Gegenstände aus der ländlichen Kultur des Schenkenbergertales und eine bedeutende Fossiliensammlung (Echinodermen). Die Fossilien aus dem Geotop Heister- einem Kalksteinbruch nördlich des Rebberges- sind im Kellergewölbe ausgestellt. Diese Sammlung dürfte weltweit einzigartig sein. Die Fundstelle wurde 1960 entdeckt und teilweise erforscht. 1999 wurden weitere Grabungen vorgenommen und dabei verschiedenartige Stachelhäuter (Seesterne, Seeigel, Seegurken und Seelilien) freigelegt. Diese Sonderausstellung vermittelt somit Hobby- und Berufspaläontologen einen Überblick über die Echinodermen-Fauna des Jura vor 165 Millionen Jahren.
Siehe: Ausstellungen
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